Nach dem alten Kessel
„Bisher 24 kW, also wieder 24 kW.“ Alte Kessel waren fast immer viel zu groß, weil das früher wenig ausmachte. Für eine Wärmepumpe ist das die teuerste Methode.
Die Heizlast sagt, wie viel Wärme Ihr Haus am kältesten Tag des Jahres braucht. Sie ist die wichtigste Zahl für jede Wärmepumpe – und wird trotzdem oft nur geschätzt.
| Raum | Fläche | Soll-Temperatur | Heizlast |
|---|---|---|---|
| Wohnen und Essen | 38,0 m² | 20 °C | 1.680 W |
| Küche | 13,5 m² | 20 °C | 720 W |
| Diele | 14,0 m² | 20 °C | 610 W |
| Gäste-WC | 3,5 m² | 20 °C | 210 W |
| Schlafen | 18,0 m² | 20 °C | 930 W |
| Kind 1 | 15,5 m² | 20 °C | 840 W |
| Kind 2 | 14,5 m² | 20 °C | 790 W |
| Bad | 11,0 m² | 24 °C | 860 W |
| Arbeiten | 12,0 m² | 20 °C | 660 W |
| Flur oben | 8,0 m² | 20 °C | 300 W |
| Heizlast des Gebäudes | 148,0 m² | 7,6 kW |
Der alte Gaskessel in diesem Haus hatte 24 kW. Wer danach die Wärmepumpe aussucht, kauft sie dreimal zu groß.
Ein beheizter Raum verliert ständig Wärme: durch Wände, Fenster, Dach und Boden, und durch die Luft, die beim Lüften und durch Fugen ausgetauscht wird. Die Heizlast ist die Leistung, die nötig ist, um diese Verluste am kältesten Tag auszugleichen.
Wir berechnen sie nach DIN EN 12831 für jeden Raum einzeln. In die Rechnung gehen ein:
Die Summe aller Räume ergibt die Heizlast des Gebäudes – und damit die Leistung, die Ihre Wärmepumpe haben muss.
| Gebäude | je m² Wohnfläche |
|---|---|
| Neubau nach heutigem Standard | 30 bis 50 W |
| Bestand, saniert oder ab etwa 1995 | 50 bis 80 W |
| Altbau, unsaniert | 100 bis 150 W |
Diese Spannen zeigen, warum eine Schätzung nicht reicht: Für dasselbe Haus mit 150 m² liegen zwischen 50 und 100 W je m² ganze 7,5 kW Unterschied.
„Bisher 24 kW, also wieder 24 kW.“ Alte Kessel waren fast immer viel zu groß, weil das früher wenig ausmachte. Für eine Wärmepumpe ist das die teuerste Methode.
Aus dem Jahresverbrauch lässt sich die Heizlast des Gebäudes grob ableiten. Gut zur Kontrolle, aber ohne Werte für einzelne Räume.
Jeder Raum wird berechnet. Nur so entstehen die Zahlen, mit denen sich Wärmepumpe, Heizflächen und Abgleich richtig auslegen lassen.
Viele glauben, eine größere Wärmepumpe sei die sichere Wahl. Das Gegenteil stimmt. Eine Wärmepumpe läuft am besten, wenn sie lange und gleichmäßig arbeitet.
Richtig ist deshalb die Größe, die genau zur berechneten Heizlast passt.
7,6 statt 14 kWergab die Nachberechnung der Heizlast
Nach Abgleich und neuer Heizkurve sank der Stromverbrauch um 31 %.
Zum FallbeispielDie Heizlast ist eine Leistung in Kilowatt: so viel Wärme muss die Heizung am kältesten Tag in jedem Augenblick liefern. Der Heizwärmebedarf ist eine Energiemenge in Kilowattstunden pro Jahr. Für die Größe der Wärmepumpe zählt die Heizlast, für die Heizkosten der Bedarf.
Nein. Der Energieausweis beschreibt den Energiebedarf des ganzen Gebäudes pro Jahr. Er sagt nichts darüber, wie viel Leistung einzelne Räume am kältesten Tag brauchen. Dafür ist die raumweise Heizlastberechnung da.
Als erste Plausibilitätsprüfung ja, als Auslegung nein. Der Verbrauch hängt vom Nutzerverhalten, vom Wirkungsgrad des alten Kessels und vom Wetter ab. Und er liefert keine Werte für einzelne Räume, die für Heizflächen und Abgleich nötig sind.
Grundrisse oder Maße der Räume, das Baujahr, Angaben zu Dämmung und Fenstern sowie zu späteren Sanierungen. Fehlen Pläne, nehmen wir das Haus vor Ort auf.
Sie erzeugt mehr Wärme, als das Haus abnimmt, und schaltet deshalb ständig an und aus. Dieses Takten kostet Strom, verschleißt den Verdichter und macht die Anlage lauter. Außerdem haben Sie für Leistung bezahlt, die Sie nie brauchen.
Welche Heizkörper bei niedriger Vorlauftemperatur bleiben können – und welche nicht.
Mehr erfahrenNach Verfahren B: Jeder Heizkörper bekommt genau die Wassermenge, die er braucht.
Mehr erfahrenOb Ihre Rohre den hohen Volumenstrom der Wärmepumpe schaffen.
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