Druckverluste
Für jeden Strang und für den ungünstigsten Heizkörper. Daraus ergibt sich, wie viel die Pumpe leisten muss.
Eine Wärmepumpe schickt drei- bis viermal so viel Wasser durch die Rohre wie ein Heizkessel. Die Rohrnetzberechnung zeigt, ob Ihr Leitungsnetz das schafft – und wo es eng wird.
Heizungsrohre in bestehenden Häusern wurden für Kessel ausgelegt. Ein Kessel schickt wenig, aber sehr heißes Wasser auf die Reise. Eine Wärmepumpe macht es umgekehrt: viel Wasser, nur mäßig warm. Das ist der Grund für ihre Effizienz.
Für das Rohrnetz hat das Folgen. Der Widerstand in einer Leitung wächst etwa mit dem Quadrat des Durchflusses: Doppelt so viel Wasser bedeutet den vierfachen Widerstand. Was beim Kessel problemlos lief, kann mit der Wärmepumpe zur Engstelle werden.
Wir rechnen das vorher aus – Strang für Strang, vom Gerät bis zum letzten Heizkörper.
| Spreizung | Volumenstrom | |
|---|---|---|
| Heizkessel | 20 K | rund 340 l/h |
| Wärmepumpe | 7 K | rund 980 l/h |
| Wärmepumpe | 5 K | rund 1.380 l/h |
Für jeden Strang und für den ungünstigsten Heizkörper. Daraus ergibt sich, wie viel die Pumpe leisten muss.
Jede Wärmepumpe braucht einen Mindestdurchfluss, vor allem beim Abtauen. Wir prüfen, ob er in jedem Betriebszustand erreicht wird.
Fließt das Wasser zu schnell, rauscht und pfeift es in Rohren und Ventilen. Wir halten die Geschwindigkeiten im ruhigen Bereich.
Selten ist das ganze Netz zu klein. Fast immer sind es einzelne Bauteile, die sich gezielt tauschen lassen.
Ein Kessel erwärmt das Wasser um 15 bis 20 Grad, eine Wärmepumpe meist nur um 5 bis 7 Grad. Um dieselbe Wärmemenge zu transportieren, muss deshalb etwa drei- bis viermal so viel Wasser fließen.
In den meisten Häusern nicht. Die Hauptleitungen sind oft groß genug. Eng wird es typischerweise an einzelnen Stellen: an alten Ventilen, an dünnen Anschlussleitungen oder an Mischern. Die Berechnung zeigt genau, wo.
Die Wärmepumpe kann ihre Wärme nicht abgeben. Sie regelt herunter, schaltet auf Störung oder lässt den elektrischen Heizstab mitlaufen. Typisch sind auch Strömungsgeräusche, weil die Pumpe gegen den Widerstand andrückt.
Er kann die Wärmepumpe hydraulisch vom Heizkreis trennen und so den Mindestvolumenstrom sichern. Falsch eingebunden mischt er aber Vor- und Rücklauf und kostet Effizienz. Ob und wie ein Speicher sinnvoll ist, ergibt sich aus der Berechnung.
Nach Verfahren B: Jeder Heizkörper bekommt genau die Wassermenge, die er braucht.
Mehr erfahrenWie viel Wärme Ihr Haus wirklich braucht – Raum für Raum berechnet.
Mehr erfahrenWie laut die Wärmepumpe beim Nachbarn ankommt – berechnet vor dem Einbau.
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